Freitag, 25. August 2017

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Autonomes Fahren:

Zwischen Mensch und Maschine

Von Sophia Walter

Autos, die sich selbst steuern, sind die Zukunft und sollen den Straßenverkehr sicherer machen. Bei allem Nutzen entstehen aber auch neue Risiken. Und es wird immer auch Unfälle geben, die sich nicht vermeiden lassen – zum Beispiel durch einen Steinschlag. Eine aktuelle Umfrage von AXA belegt, wie sehr das Thema ‚Autonomes Fahren‘ polarisiert. Mehr als die Hälfte der befragten deutschen Autofahrer glaubt nicht, dass ein Computer zuverlässig steuern kann.

Umfrageergebnisse AXA Crashtests
  • Rund jeder Zweite hat Bedenken, ob ein Computer zuverlässig steuern kann. Frauen und ältere Personen sind der Technik gegenüber tendenziell kritischer eingestellt als Männer bzw. Jüngere.
  • Fast die Hälfte der Jüngeren ist überzeugt, dass autonome Autos die Verkehrssicherheit erhöhen werden.
  • Rund 40% der Befragten sind der Meinung, dass autonome Fahrzeuge gar keine Unfälle verursachen dürfen, um als sicher zu gelten.
  • Der Anspruch an die Sicherheit von autonomen Autos ist bei Frauen höher als bei Männern, und bei älteren Personen höher als bei Jüngeren.
Quelle: Quantitative Online Befragung AXA Crashtests, Befragungszeitraum: 12.4- 17.4.2017
Neue und bestehende Risiken im Crashtest
Autonomes Fahren, das klingt toll: Wenn das Auto von ganz alleine fährt, dann könnte man beim Fahren ganz easy arbeiten, lesen oder gar schlafen. Neben allen positiven Aspekten gibt es aber auch Risiken - etwa, wenn das Auto gehackt und anstatt der Bremse das Gaspedal aktiviert wird. Das zeigen die diesjährigen AXA-Crashtests im schweizerischen Dübendorf, erklärt Bettina Zahnd, Leiterin Unfallforschung & Prävention bei AXA: „Wir haben simuliert, dass ein Hacker in ein Fahrzeug eingegriffen hat und anstatt das Fahrzeug zu bremsen, wurde das Fahrzeug beschleunigt und ist mit voller Wucht in das vor ihm stehende Fahrzeug gekracht.“

Neue Herausforderungen
Es ist zudem denkbar, so die Expertin, dass sich in einer Übergangsphase die Unfallquote sogar erhöht. Denn der Mischverkehr mit automatisierten, teilautomatisierten und ‚alten‘ Autos stellt neue Herausforderungen an alle Beteiligten: „Die Vision, dass es in Zukunft gar keine Unfälle mehr gibt, scheint aus heutiger Sicht noch unrealistisch. Wir werden eine sehr lange Zeit mit Mischverkehr haben. Außerdem gibt es zusätzliche Risiken, wenn Fahrzeuge automatisiert unterwegs sind und gleichzeitig vernetzt. Die Entwicklung mit Fahrassistenzsystemen zeigt uns aber heute schon auf, dass wir auf einem positiven Weg sind – der Trend zu weniger Unfällen wird sich fortsetzen.“

Für Unfallopfer ist auch in Zukunft gesorgt
Autonomes Fahren wird unseren Verkehr revolutionieren, wenn auch zunächst schrittweise. Hier will AXA auch in Zukunft für seine Kunden da sein, sagt Dr. Alexander Vollert, Vorstandvorsitzender von AXA Deutschland: „Als großer Versicherer begleiten wir diesen Trend natürlich sehr genau und verflogen ihn. Wichtig ist, dass sich unsere Kunden keine Sorgen machen müssen, dass sie auch zukünftig im Straßenverkehr versichert und damit auch geschützt sind. Wir haben in Deutschland ein gutes System, das System der Halterhaftung und wir werden auch zukünftig die bei uns versicherten Fahrzeuge, egal ob sie autonom oder herkömmlich gesteuert sind, über diese Halterhaftung versichern.“
Auf öffentlichen Straßen sind fahrerlose Fahrzeuge erst weit nach 2020 zu erwarten. Bei den Crashtests in Dübendorf hingegen konnten die Gäste des Events bereits in einem autonomen Shuttlebus mitfahren.



Ein Beitrag erstellt in Zusammenarbeit mit AXA







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